Pi-hole – Erfahrung nach gut einer Woche

Nachdem Pi-Hole nun knapp zwei Wochen im Einsatz ist hier ein paar Erfahrungswerte.

Nach der Einrichtung von Pi-Hole bemerkte ich, dass das Aufrufen von Webseiten auf meinem Mobiltelefon wesentlich langsamer funktionierte als zuvor. Zunächste dachte ich an ein Problem mit dem Drahtlosnetzwerk, aber auf weiteren Testgeräten hatte ich das gleiche Phänomen.
Zunächst erfolglos in der Ursachenforschung bin ich dann auf einen zu dem zeitpunkt taufrischen Beitrag im dortigen Forum gestolpert. Glücklicherweise hat doch ein anderer Nutzer seine Lösung für das Problem vorgestellt.


Pi-Hole ist kein Allheilmittel gegen Werbung. Skript-basierende Filter wie etwa µBlock oder (das wegen ihrer fragwürdigen Geschäftspraktiken weniger empfehlenswerte, aber funktionell identische) Adblock Plus machen einen besseren Job. Nebst Domains können gezielt bestimmte Bereiche einer Webseite ausgeblendet oder verändert werden. Bei einem DNS-gestützten Blocker können lediglich ganze Domänen ohne Rücksicht auf Verluste blockiert werden. Webseiten, die ihre geschaltete Werbung nicht von Drittanbietern beziehen sondern selbst ausliefern, können somit von Pi-Hole nicht erfasst und entsprechend werden.

Gelohnt hat sich die Einrichtung meiner Meinung nach dennoch. Im Schnitt werden am Tag 15% aller Abfragen blockiert. Ein Teil davon entfällt auf die angelegten Hosts-Einträge von W10Privacy welche ich in Pi-Hole übernommen habe. Diese gelten somit für alle (Windows 10) Rechner im Netzwerk.

Als ungewollten, aber in meinem Fall positiv zu betrachtenden Nebeneffekt kann man die Abwärme des Orange Pi bezeichnen. Diese staut sich im Sideboard, daher sind die Handschuhe jetzt immer schön vorgewärmt :-).